dieHolasek

alias Mag. Petra Holasek,

lives and works in Vienna und Graz and in her heart.

Sie ist Mitglied bei der GalerieCentrum, beim Werkbund sowie beim Künstlerhaus Salzburg.

Die Malerin dieHolasek genoss ihre künstlerische Ausbildung/education bei Prof. Dr. Hermann Nitsch, Prof. Giselbert Hoke, Toni Fink, Ona B, Sergej Glinkov sowie Mag. Alois Mosbacher, hat jedoch einen eigenen Stil entwickelt.

Auf die Auseinandersetzung mit der Aquarellmalerei folgte die Beschäftigung mit Ölmalerei. Seit 2005 gilt das Interesse ebenso der abstrakten Malerei mit Acryl und Mischtechniken sowie der Aktionsmalerei bis hin zum installativen Bereich.

„Kunst ist ein Schöpfungsprozeß- kein abgeschlossener Akt. Ein Prozeß ruft den nächsten Prozeß hervor.“

Holasek ORF Wien
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Prof. Hermann Nitsch über dieHolasek:

Nach dem zweiten weltkrieg begann weltweit eine neue richtung in der malerei. die farbe wurde als substanz, als flüssigkeit, als paste oder schleim, entdeckt. eine bisher nie dagewesene freiheit in der malerei entstand. maler schütten, verschmieren farbe oder kritzeln auf leinwände. die informelle malerei war nicht nur eine erscheinung der kunstgeschichte, sondern hatte auch die aufgabe zu lockern – hatte fast psychoanalytische, -therapeutische funktion. in diesem sinn wird aktionsmalerei von mir gelehrt. frau mag. petra holasek hat einige meiner kurse besucht. ihre persönliche begabung eignete sich besonders für das programm der aktionsmalerei.

die sinnliche sprache des unbewussten, des dionysischen ist ihre fähigkeit. sie schleudert explosionsartig nasse, feuchte farbmaterie auf die bildfläche. es entsteht nahezu ein widerspruch. 

ihre farben leuchten, zeichnen sich durch besondere farbigkeit aus. ich wollte doch die farbmaterie, die substanz mehr im vordergrund haben als das leuchtende chroma. aber bei ihr ist beides der fall. es gibt stehende formeln der abstrakt-expressionistischen malerei. doch ihr gelingt es durch ihre spezifische persönliche begabung über die banalität hinauszugehen. ich prophezeie ihr, dass sie eine positive entwicklung vor sich hat. ich konnte beobachten, dass im zuge ihrer auseinandersetzung mit ihrer malerei sie sich immer steigerte. ein weg zur instensität wird vorexpliziert. sie trifft das leben durch ihre malerei. bei ihren arbeiten habe ich das deutliche gefühl, dass katharsis bewirkt wird. 

ihre kunst holt verdrängtes, unterdrücktes aus dem unbewussten. volles, sinnliches empfinden trägt reife, süße, nahrhafte früchte. die ernte ist reich.

hermann nitsch, prinzendorf

 

Prof. Joachim Lothar Gartner-Präsident Künstlerhaus Wien:

Vor unseren Augen entsteht ein reizvoll spannendes Wechselspiel der Maltechniken, der Farbanwendungen, die sich gegenseitig unentwegt aufs Neue stimulieren, befruchten und unter Einbeziehung des Unvorhersehbaren, Zufälligen, gebären.

Ihr Leben hat auf den Leinwänden seine heftigen Spuren hinterlassen, ist doch parallel zum permanent einfließenden individuellen Erlebnishintergrund auch die zugebrachte Zeit und Energie beim Malen eines Bildes immer ein Stück tatsächlich hineingelebtes Leben.

Die Künstlerin Petra Holasek artikuliert sich unmittelbar und direkt, emotional und lustvoll.

Sie malt spontan Spontanes und Sinnliches sinnlich und wir erleben eine Welt gefühlvoller, lustbetonter Bildabenteuer, die uns in einen Farbwirbel katapultieren, in einen Farbrausch versetzen, der uns etwas vom elementaren Entstehungsprozess erahnen läßt und dem wir uns weder entziehen noch widersetzen können -dem wir uns willig hingeben.

Totale Hingabe im Augenblick, Liebe und Lebensfreude sind Quelle und Triebfeder ihrer von Authentizität getragenen Bildsprache, die daraus ihre Kraft und Faszination gewinnt.

Joachim Lothar Gartner Wien

 

Prof. Mag. Dr. phil. Ernst Lasnik:

Bildungsreisen, z.B. nach Italien/Toscana, Venedig und Griechenland/Santorini, Mykonos, Kreta vertieften ihre Liebe zur Malerei und in vielen Etappen und „Kunst-Stationen“ – auf Mallorca, in Madrid, Basel, St.Paul de Vence, Nice, am Kilimandjaro, in Südafrika, Rom, Paris, Miami und New York – entstanden zahlreiche „Lebenskunstwerke“. dieHolasek hat einen umfassenden Reifeprozess erfahren, was in ihren Arbeiten – viele haben einen starken poetischen Inhalt – deutlich sichtbar wird.

Sie sagt: „Die Malerei ist für mich ein lauteres und tiefes Fest für meine suchende und unruhige Seele.“

dieHolasek ist eine fleißige und neugierige Künstlerin. Dazu gehört probieren, experimentieren, nicht künstlerisch stehenbleiben, sich weiterentwickeln, einen eigenen unverkennbaren Stil entwickeln, sich nicht an Vorgaben (stilistisch, technisch) halten sondern neue Wege, neue Inhalte, neue Ausdrucksformen suchen und finden.

Freuen wir uns daher auf neue Arbeiten und neue Ausstellungen dieser interessanten Künstlerin!

Prof. Mag. Dr. phil. Ernst Lasnik Graz