Basel: Die Fülle der Poesie

28. August – 26. September 2026

Vernissage am Donnerstag, 27. August 18 Uhr

Sarasin Art

Spalenvorstadt 14, 4051 Basel, Schweiz

T +41 61 261 0911, asarasin@sarasinart.ch, www.sarasinart.ch

Mittwoch – Freitag: 15 – 18.30 Uhr; Samstag: 11 – 16.00 Uhr oder nach Vereinbarung

 

 

Die Poesie der Fülle

Sarasin Art freut sich unter dem Titel Die Poesie der Fülle erstmals die opulenten Bilder von dieHolasek (Petra Holasek) zeigen zu dürfen.

Sie präsentiert uns abstrakte Aktionsmalerei, die sich durch kraftvolle und zugleich mühelos wirkende Kompositionen auszeichnet. Der Pinselstrich ist ruhig und zugleich spannungsgeladen. Sie spielt und experimentiert mit der flachen Leinwand sowie der Farbsubstanz. Die Werke sind zwar abstrakt und dennoch sticht die Natur heraus, indem wir zum Beispiel Blüten, Blütenblätter oder Federn entdecken – eine Art Paradiesgarten.

Holaseks Motive sind weit mehr als eine malerische Nachahmung von Dingen. Sie künden von Unmittelbarkeit und Sinnlichkeit.

Ihre Bilder sind in permanenter Bewegung und liefern Impulse (Kunsthistoriker Hartwig Knack). Prof. Hermann Nitsch sagt es so: «Ihre Farben leuchten. Es gibt stehende Formeln der abstrakt expressionistischen Malerei, doch ihr gelingt es durch ihre spezifische persönliche Begabung über die Banalität hinauszugehen».dieHolasek stösst auch in die dritte Dimension vor. Als Ringdesignerin schafft sie Ringe mit Aussicht auf Durchsicht, Orientierung und Vergrösserung, wo auch ein Kompass, eine Lupe oder eine Pfeife und vieles mehr erscheinen kann. Ebenso vielfältig und farbenfroh sind ihre Hutkreationen. dieHolasek lebt und arbeitet in Wien und Graz. Sie genoss ihre künstlerische Ausbildung bei Prof. Dr. Hermann Nitsch, Prof. Giselbert Hoke, Toni Fink, Ona B, Sergej Glinkov sowie Mag. Alois Mosbacher, hat jedoch ihren eigenen Stil entwickelt. Sie stellt u.a. in Wien, Graz sowie ganz Österreich, weiters in Berlin, Venedig, Mailand, München aus und präsentiert ihre Werke nun erstmals in Basel.

 

Frank Schablewski, Deutscher  Schriftsteller, Düsseldorf 13.Juli 2026

Blütezeiten

Die Bilder von dieHolasek sind prinzipiell abstrakt. Stimmungen und Atmosphären bedeuten die Titel ihrer Malereien und kondensieren derart die Farben zu Tupfen, Pinselstrichen und organischen Flächen. Ein ausgewildertes Rot, ein ausgesätes Blau, ein aufgehendes Gelb, ein wachsendes Weiß bestimmen ihre von allen Konventionen entbundene Freigeistmalerei. Auf der Leinwand sind die Farben unmittelbare und ungefilterte Zeugnisse der inneren Bewegtheit der Künstlerin auf äußerste Eindrücke. Wie im anthropomorphen Sehen tauchen vermeintlich Gesichter auf oder gar Figuren auf, aber das liegt schon im Bereich der Betrachtung. Im Hebräischen stehen פרח „Blüte“ רחף „schweben, fliegen“חרף  „überwintern“ in Beziehung, die weiß grundierte Leinwand als Ort, die vom Pinsel fließende Farbe zum Augenmerk einer möglichen Blüte zu entfachen. Im Russischen sind цвета „Farben“, цвети „Blumen“, als verkörperte jede Blume selbst Farbe, als sagte die Sprache, dass keine Abstraktion möglich sei. Im Arabischenزهرة  (zahra) „Blume“, (zuhra) „Planet Venus“. Das abstrakte nächtliche Firmament versinnbildlichte so ein weißes Blumenmeer auf dunklem Grund. DieHolasek befreit die Sicht von der Absicht, deshalb wirken alle Bilder wie Pleinair geschaffen, an einem persönlich in Augenschein genommenen Ort, in der Blütezeit einer bestmöglichen Welt, aber verwandelt in unverblümte, abstrakt-impressionistische Kompositionen.

 

 

Kunsttage Basel 2026

28. August – 30 August 2026

ab 14 Uhr

Hutmalaktion in der Galerie Sarasin

Sie haben die einmalige Gelegenheit, an den Kunsttagen Ihren Hut mitzubringen und diesen von der Künstlerin bemalen zu lassen.

Die Künstlerin ist während allen 3 Tagen ab 14 Uhr anwesend

Sarasin Art

Spalenvorstadt 14, 4051 Basel, Schweiz

T +41 61 261 0911, asarasin@sarasinart.ch, www.sarasinart.ch

Mittwoch – Freitag: 15 – 18.30 Uhr; Samstag: 11 – 16.00 Uhr oder nach Vereinbarung

Aachen: VERWEHT

Samstag, 23. November 2024, von 16 – 18 Uhr

Zur Eröffnung erwartet unsere Gäste eine besondere Begrüßung

Einführung: Frank Schablewski

Ihre Farben leuchten. Es gibt stehende Formeln der abstrakt expressionistischen Malerei, doch ihr gelingt es durch ihre spezifische persönliche Begabung über die Banalität hinauszugehen.“
— Hermann Nitsch

Im Spannungsfeld der Malerei des Informel, der Aktionsmalerei, dem großen Gestus und des abstrakten Expressionismus entwickelt „dieHolasek“, wie Petra Holasek unter ihrem Künstlernamen bekannt ist, ein Werk, das auf Emotion, Humor und Spontanität basiert und sich zwischen Abstraktion, verborgener Narration und punktueller Gegenständlichkeit bewegt.

 

„Mit ihren farbintensiven Bildern scheint Petra Holasek eine Art Paradiesgarten angelegt zu haben. Ein Feuerwerk üppiger Natur, aus Blüten und Blütenblättern oder aus Federn geschaffen, tritt uns entgegen. Süße Früchte lassen sich mit manchen Motiven assoziieren, die in ihrer pulsierenden Farbigkeit und Opulenz Erotisches erwarten lassen. Verführungen, Verstrickungen, Begehren und Verlangen – Holaseks Motive künden von Unmittelbarkeit und Sinnlichkeit. Ihre Bilder sind in permanenter Bewegung, liefern Impulse. Der Wind rauscht durch die Blätter, alles lebt und wächst, alles verweht, alles fliegt, alles fließt.“

– Kunsthistoriker Hartwig Knack

Es tut sich auf 2024

Ab Aschermittwoch: Fastentücher von dieHolasek für die Pfarrkirchen von Krumau am Kamp und Altpölla


06. Februar 2024 / Krumau am Kamp / Altpölla / Graz Ab Aschermittwoch sind die beiden Fastentücher, die die Grazer Künstlerin dieHolasek 2023 auf Einladung von Geistlichen Rat Andreas Janta-Lipinski, verantwortlich für den Pfarrverband Krumau-Pölla mit den Pfarren Krumau am Kamp, Idolfsberg, Altpölla, Neupölla und Franzen für die beiden Pfarrkirchen von Krumau am Kamp und Altpölla in Niederösterreich gestaltet hat über die gesamte Fastenzeit bis einschließlich Gründonnerstag zu sehen.

Der Brauch, während der Fastenzeit in Kirchen und Kapellen Altäre oder den gesamten Altarraum mit Tüchern abzuhängen, reicht mehr als 1000 Jahre zurück. Anfangs waren die Tücher einfarbig, später bemalt oder auch bestickt. Die ältesten erhaltenen Fastentücher aus dem 13. Jahrhundert sind weiße, aus ganz feinen Stoffen fast transparent gewebte Leinentücher, durch die schemenhaft hindurchgeschaut werden konnte. Auch heute noch verdecken während der vierzigtägigen katholischen Passionszeit Tücher traditionell die prunkvollen Altarbilder, damit überdies die Augen „fasten“ können.

Obwohl oft kunstvoll gestaltet, ist das Fastentuch grundsätzlich ein Zeichen für das Einfache, für die Reduktion. So verweist auch Petra Holaseks Fastentuch in seiner in weiten Partien zurückhaltenden Farbigkeit auf die Zeit der Selbstreflexion, auf eine Zeit, in der wir innehalten und uns ohne Ablenkung auf unser Leben besinnen. Holasek geht es in ihrer Arbeit um Verhüllung und Enthüllung gleichermaßen. Die künstlerische Intervention in der Pfarrkirche Krumau am Kamp bringt zum Ausdruck, dass hinter dem Acrylbild der Künstlerin etwas sehr Kostbares verborgen liegt, das zu bestimmten Zeiten und am Ende der Fastenzeit wieder feierlich sichtbar gemacht werden wird: Die Enthüllung als demonstrative Offenbarung des Göttlichen. Holaseks gelungener Kunstgriff ist, dass ihr Bild nicht nur die Funktion eines schützenden und Blicke abwehrenden Tuches übernimmt, sondern die Leinwand liefert de facto das Bild eines Tuches, eines Schleiers oder zweiteiligen Vorhangs, der sich hebt, um einen Blick in die Tiefe zu ermöglichen. Als visueller Störfaktor schärft der sich öffnende Vorhang die Aufmerksamkeit für die dahinterliegende farbintensive Szene. Vielleicht soll das Bild der Künstlerin einen Anstoß geben, über eigene Barrieren, Grenzen und Begrenzungen nachzudenken? Der emporstrebende Vorhang ermöglicht einen freien Blick, das optische Hindernis weicht zugunsten einer Transparenz zurück, die Vertiefungsebenen bereithält.

Der in hellen Farben gemalte Vorhang, der diffus Dahinterliegendes erkennen lässt, wie auch Holaseks Fastentuch als Objekt, entpuppen sich als eine Art Informationsfilter. Das Fastentuch erinnert an eine Membran, die aufgrund ihrer Eigenschaften Trennschichten einerseits, Bereiche des Übergangs von Davor und Dahinter, von Durchlässig und Undurchlässig andererseits beschreibt. Das Fastentuch als ein Dazwischen, als ein inhaltliches Regulativ, das als Mittler auftritt und auf formaler Ebene den Altarbereich neu ordnet. Der aufgehende Vorhang im Bild als geöffnetes Fenster hinaus in die Welt, als Angebot der Malerin an uns Kunstinteressierte, ins Bildgeschehen mental, emotional oder intellektuell einzusteigen. Das Fastentuch in seiner Gesamtheit als introspektiver Blick – als reflektierendes Schauen in uns selbst hinein. Jedes verhüllende Tuch, jeder Schleier und jeder Vorhang werten das Verborgene als Geheimnis oder Kostbarkeit auf. So ermöglicht uns auch Petra Holaseks Fastentuch in einer Zeit der Einkehr und Besinnung eine Form von Freiheit, sich auf das Wesentliche, das jeder Mensch individuell für sich definieren muss, zu fokussieren. Text: Hardwig Knack

Pfarrkirche Krumau am Kamp, 3543 Krumau am Kamp +++ Aschermittwoch, 14. Februar – Gründonnerstag, 28. März 2024 +++ Zu sehen von Montag bis Sonntag von 8 bis 12 Uhr, während der Heiligen Messe und nach telefonischer Vereinbarung M +43 664 1597821.
Pfarrkirche Altpölla, 3593 Altpölla +++ Aschermittwoch, 14. Februar – Gründonnerstag, 28. März 2024 +++ Zu sehen von Montag bis Sonntag von 8 bis 12 Uhr, während der Heiligen Messe und nach telefonischer Vereinbarung M +43 664 1597821.